Licht und Schatten zeigten die HSG Frauen beim Auswärtsspiel beim TV Waltenhofen. Nach einer komplett verschlafenen ersten Halbzeit in der nur 5 Tore gelangen, zeigte man in der zweiten Spielhälfte, dass man auch gegen ehemalige Landesligamannschaften mithalten kann.

Ein Start nach Maß sieht anders aus. Von Beginn an bekam man keinen Zugriff auf die Partie. In der Verteidigung durfte Waltenhofen mit seinem Kreisanspiel schalten und walten wie sie wollten und im Angriff warf man die gegnerische Torhüterin zum Weltmeister oder schloss die Angriffe zu leichtsinnig ab. Große Probleme gab es auch gegen die sehr offensive 5:1-Abwehrformation der Kontrahentinnen. Hinzu kamen sehr einseitige Entscheidungen der Referees, mit welchen die HSG-Damen kurzfristig haderten. So ging es mit einem 16:5 Rückstand in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich dann auf einmal ein ganz anderes Bild. Jede Spielerin traute sich mehr zu und kämpfte um jeden Ball. Ein ums andere Ball konnte der Ball im Netz versenkt werden. Besonders die letzten 10 Mintuten zeigten die HSG-Mädchen tollen Handball. Hier bewies die Mannschaft, dass es auch gegen vermeitlich stärkere Gegner mithalten kann. Mit 10 geworfenen Toren und nur 3 kassierten, konnte man somit ein bisschen Ergebniskorrektur betreiben und die zweite Halbzeit sogar mit 20:15 für sich entscheiden. Dies hilft dem Punktekonto der HSG allerdings nicht weiter, da die Hypothek der ersten Halbzeit einfach zu groß war.

Besonders auffällig in dem Spiel war die einseitige Bewertung der progressiven Strafen. Die HSG erhielt 9mal die 2-Minuten Strafe, hingegen wurde nur zweimal eine Spielerin von Waltenhofen vom Platz gestellt. „Dies spiegelt absolut nicht die Spielweise wieder“ kommentiert Trainerin Klein. „Die erhalten zwei Minuten kann man geben, dies bestreiten wir garnicht, allerdings erhielt Waltenhofen für die gleichen Aktionen keine Strafe, das ist ärgerlich“ resümiert Teamsprecherin Ankershoffen.

Damit will sich die Mannschaft allerdings nicht länger aufhalten, denn am Sonntag kommt es beim TV Bad Tölz nicht nur zum Derby, sondern auch zu einem sehr wichtigen Spiel im Abstiegskampf. Gewinnt die HSG, kann sie sich wieder ins Mittelfeld schieben. Gewinnt der TV Bad Tölz, wären beide Mannschaften Punktgleich am Tabellenende angesiedelt.

Demnach hofft die Mannschaft auf ein großes Fanaufkommen bei diesem prestigeträchtigen Duell. Anpfiff ist um 14:00 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße in Bad Tölz.

Es spielten: Mona Klein (9/2), Sarah Imreskovic (4), Kristina Frank (4), Nadine Ankershoffen (3), Yvonne Goß (3), Daniela Kurka (2), Anica Friedrich, Tamara Klein