Eine empfindliche Niederlage musste die HSG Isar-Loisach bei ihrem ersten Heimspiel im neuen Jahr einstecken. Das 27:28 gegen den TSV Alling erhöht den Druck im Abstiegskampf.

Der Neunte gegen den Elften: Bei diesem Duell zweier Konkurrenten um den Klassenerhalt war die Anspannung zu spüren. Verkrampft wirkte es, was beide Seiten vor allem in der Anfangsphase boten. „Wir haben leider nur schwer in die Partie gefunden“, sagt HSG-Trainer Markus Goblirsch. Zu leicht war es, wie die Gäste über Anspiele an den Kreis zu Toren kamen. Nach sehr guter Abwehrarbeit und Ballgewinnen verpasste es die HSG Isar-Loisach dann, selbst Tore zu erzielen.

Das Konterspiel, ansonsten eine Stärke des Aufsteigers, war ausgerechnet in diesem Duell von Fehlern geprägt. Der TSV Alling setzte sich vom 5:5 auf 6:9 und 12:14 zur Halbzeit ab. Auch wenn sich Schwächen auftaten: Für die HSG Isar-Loisach war das Spiel zu diesem Zeitpunkt mitnichten verloren. In der Halbzeitpause stellte sich das Team neu ein und ging mit dem Ziel zurück aufs Feld, das Spiel zu drehen.

Mit deutlich mehr Schwung und Konzentration gelang nach Wiederanpfiff innerhalb von nur dreieinhalb Minuten der Ausgleich. An dieser Stelle endete der Schwung jedoch vorerst – der TSV Alling zog wieder auf drei Tore zum 16:19 davon. Die Probleme aus der ersten Hälfte konnte die HSG nur phasenweise abstellen.

Unkonzentriertheiten in der Abwehr, Gegentore auch aus schwierigen Wurflagen, Abspielfehler, mangelnde Chancenverwertung – es kam zu viel zusammen für ein so wichtiges Duell gegen einen Abstiegskonkurrenten. Fünf Minuten vor dem Ende hatte sich der TSV Alling zum 21:26 abgesetzt. Als nur noch Wenige mit einem Aufbäumen rechneten, drehte die HSG Isar-Loisach auf.

Mit schnellen Toren und Überzahlsituationen gelang es dem Gastgeber, eineinhalb Minuten vor dem Ende auf ein Tor (26:27) heranzukommen. Ein Tor der Gäste konterte der sichere Siebenmeterschütze Marco Reimann mit dem 27:28. Dann ein erneuter Ballgewinn: Wenige Sekunden vor dem Ende war Neuzugang Philip Teubert mit einem Konter auf dem Weg zum Ausgleich, als ihn der Schiedsrichter wegen eines Fouls zurück an die Mittellinie pfiff. Von dort aus gelang der HSG der Ausgleich nicht mehr.

„Die Aufholjagd zum Schluss spricht für den Teamgeist der Mannschaft“, lobt Trainer Goblirsch. „Aber das Spiel haben wir nicht am Ende verloren.“ Mit den vielen Fehlern habe man sich das Leben selbst schwer gemacht, sagt der HSG-Trainer.

Während der TSV Alling durch die zwei Punkte ganz nah heranrückt, blieb für die HSG der erhoffte Befreiungsschlag aus. Mit einem Sieg hätte der Bezirksliga-Aufsteiger auf Platz sechs springen können – nun bleibt er einen Punkt vor dem TSV Alling, der vorerst auf einem Abstiegsplatz steht. Nach drei Wochen Pause geht es für die HSG Isar-Loisach weiter mit einem Auswärtsspiel bei der SG Biessenhofen-Marktoberdorf. „Wir werden die Pause nutzen, um uns im Training für die restlichen Partien einzustellen“, kündigt Goblirsch an. „Ab jetzt kommen nur noch Endspiele.“

Es spielten:

Im Tor: Jörg Aßmayr, Marcel Dinebier

Im Feld: Sebastian Raviol (5/1), Philip Teubert (1), Jonathan Knierim, Alexander Schmid, Moritz Herrmann (1), Fabian Siebel, Florian Mehrkens (2), Frank Gromen (1), Marco Reimann (11/5), Patrick Friedrich (6), Florian Bauer, Konstantin Seemann