Revanche geglückt! Im ersten Rückrundenspiel der Saison setzt sich die HSG Isar-Loisach mit 29:28 (14:11) gegen den TSV Ottobeuren II durch und entschädigt sich damit ein Stück weit selbst für die unglückliche Hinspielniederlage.

„Die beiden Spiele waren nahezu identisch“, sagt HSG-Trainer Markus Goblirsch. Mit einem Unterschied: „Im Rückspiel haben wir in der entscheidenden Phase schlauer gespielt.“ Als Neuling in der Bezirksliga ließ sich die HSG Isar-Loisach am ersten Spieltag in der Schlussphase von Ottobeuren II noch den Schneid abkaufen – dieses Mal setzte sich der Aufsteiger mit Konzentration und Cleverness durch. Der Beginn war, wie auch im Hinspiel, sehr ausgeglichen. Ab dem 6:6 nach einer knappen Viertelstunde erarbeitete sich die HSG Isar-Loisach gegen den Konkurrenten um den Klassenerhalt allerdings Vorteile. Die Abwehr gewann im Verbund mit dem starken Torhüter Marcel Dinebier Bälle, durch Konter erhöhten die Gastgeber auf 13:6.

Hier tat sich vor allem Außenspieler Marco Reimann hervor, dem innerhalb von vier Minuten vier Treffer glückten. Diese hohe Führung aus der 23. Minute konnte die HSG nicht bis zur Halbzeit halten. Hektische Spielminuten brachten die Gäste aus Ottobeuren bis zum Pausenpfiff wieder auf 14:11 heran. In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff brachte sich der TSV Ottobeuren II noch näher heran. „Da haben wir auch in der Abwehr nicht mehr konsequent genug agiert“, kritisiert HSG-Trainer Goblirsch. „Das wusste Ottobeuren auszunutzen.“ Mit einem Zwischenspurt zog die HSG Isar-Loisach dann auf 19:14 davon. Für eine vorzeitige Spielentscheidung sorgte das aber nicht – was folgte, war ein Krimi um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Wir sind in der Bezirksliga angekommen

Die Gäste kamen, angeführt von Roman Polyfka im Rückraum, wieder heran bis zum 20:19. Der Routinier erzielte zehn Tore selbst, war aber auch als Vorlagengeber gefährlich. Dass die Führung bis auf ein Tor dahinschmolz, verstand die HSG Isar-Loisach offenbar als letzten Warnschuss. Angeführt von einer lautstarken heimischen Kulisse hielt die HSG die Führung fortan bei mindestens zwei Toren. Auch Rückkehrer Frank Gromen war als sicherer Schütze von der Außenposition mit seinen vier Toren gefragt. „Spielentscheidend war dann unser letzter Angriff“, sagt Goblirsch. Nach nervenaufreibenden Schlussminuten stand es eine Minute vor dem Ende nämlich 28:27 für die HSG. Die Gastgeber nutzten den Ballbesitz, warteten auf eine geeignete Gelegenheit zum Torwurf. „Das haben wir sauber ausgespielt“, lobt Goblirsch. Martin Veseli erzielte den umjubelten Treffer zum 29:27. Der rasche Gegentreffer zum 29:28 in der Schlusssekunde ging dabei fast unter.

„Wir haben uns im Vergleich zum Hinspiel weiterentwickelt“, bilanziert HSG-Trainer Goblirsch. Mit den zwei Punkten rangiert der Aufsteiger auf Platz sieben. Es war für den Liganeuling das vierte Spiel ohne Niederlage. „Wir sind in der Bezirksliga angekommen“, freut sich Goblirsch. Die Tabelle ist indes noch nicht aussagekräftig. Nach wie vor haben die Konkurrenten um den Klassenerhalt bis zu drei Spiele weniger auf dem Konto als die HSG Isar-Loisach. Der Aufsteiger ist daher gewarnt und möchte die begonnene Erfolgsserie im kommenden Jahr unbedingt fortsetzen. Die nächste Partie findet am 20. Januar in Schongau statt.

Die Herren möchten den Jahreswechsel nutzen, um allen Fans der HSG Isar-Loisach „Danke“ für die großartige Unterstützung zu sagen. Bei Heimspielen in Wolfratshausen und Geretsried, aber auch auswärts, können die Herren auf ihre Unterstützung zählen. Danke dafür!

Es spielten:

Im Tor: Marcel Dinebier, Bartosz Przybylak

Im Feld: Sebastian Raviol (6/5), Leonhard Augustin, Jonathan Knierim (2), Moritz Herrmann (2), Marius-Christian Eick, Michael Fraas, Dominik Krywalski, Frank Gromen (4), Martin Veseli (1), Marco Reimann (9), Patrick Friedrich (5), Florian Bauer