Nochmal ließ sich der Favorit nicht ärgern. Nach dem Punktgewinn aus dem Hinspiel musste sich die HSG Isar-Loisach nun im Rückspiel der SG Biessenhofen-Marktoberdorf mit 24:36 geschlagen geben.

Bis zum 7:6 nach einer knappen Viertelstunde hielt der Bezirksliga-Aufsteiger beim Kontrahenten im Allgäu mit. Dann zeigte sich die Klasse des Tabellenzweiten, der auf 11:7 davonzog. „Wir haben es ihnen durch schlechte Abwehrarbeit aber auch ermöglicht“, kritisiert HSG-Trainer Markus Goblirsch. „Sie konnten die Tore viel zu leicht erzielen.“ Ohne den richtigen Zugriff auf die gegnerischen Spieler taten sich denn auch die HSG-Torhüter schwerer.

Zugleich geriet auch der Angriff der HSG Isar-Loisach ins Straucheln. Mit nur zwölf Toren zur bis zur Halbzeit ließ sich eine Überraschung wie das Unentschieden aus dem Hinspiel nicht wiederholen – aber auch da hatte die HSG einen hohen Rückstand aufgeholt und ging daher mit Resthoffnung in die zweite Halbzeit.

Wollen im nächsten Spiel unbedingt punkten

„Zumindest wollten wir uns da besser verkaufen“, sagt Goblirsch. Doch den Gästen gelang es nicht, den Acht-Tore-Rückstand zu minimieren. Es passte wohl ins Bild, dass schon kurz nach Wiederanpfiff die angeschlagenen HSG-Akteure Florian Bauer und Konstantin Seemann zumindest zeitweise vom Feld mussten. Damit fehlten vor allem in der Abwehr zwei wichtige Stützen. Die SG Biessenhofen-Marktoberdorf konnte es sich leisten, auch ihre jungen Akteure zum Einsatz zu bringen und gerieten somit nicht in Gefahr, dass ihren Stammspielern zum Ende hin die Kräfte ausgingen.

Es blieb auch im zweiten Abschnitt dabei: Sowohl in Abwehr als auch im Angriff hatte die HSG Isar-Loisach dem Favoriten zu wenig entgegen zu setzen. Am Ende stand eine verdiente 36:24-Niederlage.
Durch die Spiele der Konkurrenten rutscht die HSG Isar-Loisach damit nach langer Zeit wieder auf einen Abstiegsplatz ab. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt derzeit einen Punkt – die HSG hat aber auch ein Spiel weniger als die Kontrahenten über dem Strich.

„Wir wollen im nächsten Spiel unbedingt punkten, um da wieder rauszukommen“, betont HSG-Trainer Goblirsch. „Dazu brauchen wir eine gute Trainingswoche und im Heimspiel vollen Einsatz.“ Auch auf die Zuschauer hofft der HSG-Trainer. Die weite Fahrt ins Allgäu hatte nur ein Fan mitgemacht. Anwurf gegen die SG Kempten-Kottern II ist am Sonntag, 4. März, um 18 Uhr in der Wolfratshauser Sporthalle.

Es spielten:
Im Tor: Bartosz Przbylak, Jörg Aßmayr
Im Feld: Sebastian Raviol (4), Leonhard Augustin, Jonathan Knierim (2), Moritz Herrmann (3), Fabian Siebl (1), Jonas Schindler (2), Frank Gromen, Marco Reimann (8/3), Konstantin Seemann (1), Florian Bauer (3)