Die HSG Isar-Loisach sichert sich mit einem 26:18-Sieg beim TSV Gilching II den Klassenerhalt. Für den Aufsteiger war es der dritte Sieg in Serie in einem starken Saison-Schlussspurt.

Als es eine Viertelstunde vor dem Ende noch einmal eng wurde, legten die Fans auf der Tribüne eine Schippe drauf. Die Stimmung in der Gilchinger Sporthalle hätte für die Handballer der HSG Isar-Loisach nicht besser sein können. „Unsere Fans haben die Partie zu einem Heimspiel gemacht“, sagt HSG-Trainer Markus Goblirsch. Und so waren sie besonders in der wichtigen Phase eine Viertelstunde vor dem Ende des Spiels da, als die Gilchinger auf zwei Tore herankamen. Die Mannschaft nahm die Unterstützung mit und zog anschließend vorentscheidend zum 26:18-Sieg davon, der dem Aufsteiger den Klassenerhalt in der Bezirksliga sichert.

Der letzte Spieltag hatte eine besonders dramatische Ausgangssituation parat.  Es war klar, dass der HSG oder Gilching bei einer Niederlage der Abstieg droht – weil am Abend noch die formstarken Allinger spielten, bei denen mit einem Sieg zu rechnen war. So kam es auch: Der TSV Alling gewann mit 27:24 gegen Schongau und überholte folglich den TSV Gilching II, der damit als einer von drei Absteigern feststeht. Dass die HSG nach Wochen des Bangens den Klassenerhalt aus eigener Kraft feiern durfte, liegt an einer starken Leistung im letzten Saisonspiel. „Von Beginn an wollten wir mit einer starken Abwehr zeigen, dass wir die zwei Punkte wollen“, berichtet HSG-Trainer Goblirsch.

Das haben wir uns auch verdient

Nach acht Minuten hatte sich das Auswärtsteam auf 3:6 abgesetzt. Nach einer Viertelstunde konnte die HSG den Vorsprung auf fünf Tore ausbauen. Mit schnellen Angriffen über Gegenstöße oder die zweite Welle überrannte die HSG Isar-Loisach den Gegner. Zur Halbzeit stand 9:13. „Wir wussten, dass wir auf die gute Abwehrleistung in der zweiten Hälfte aufbauen können“, sagt Goblirsch. Im zweiten Spielabschnitt gelang es seinem Team aber nicht, vorzeitig davon zu ziehen. Der TSV Gilching II warf nochmals alles in die Waagschale, um die Partie noch zu kippen. Mit einer Manndeckung nahm der TSV Rückraumspieler Philip Teubert – bis dato der beste Mann auf dem Feld – aus dem Spiel.

„Wichtig war dann, dass wir uns darauf einstellen konnten und die Mannschaft die entstehenden Räume genutzt hat“, sagt Goblirsch. Für Teubert sprangen im Angriff andere HSG-Akteure ein, die den Vorsprung ausbauten. Ein letzter Schachzug des Gegners, den Torwart im Angriff für einen siebten Feldspieler auszuwechseln, konnte die HSG Isar-Loisach gut für sich nutzen. Nachdem das Team zweimal das leere Tor traf – einmal davon Torhüter Marcel Dinebier – nahmen die Gilchinger ihren Wechsel zurück und die Niederlage an. Erfreulich aus Sicht der HSG: Jeder Spieler kam zum Einsatz und übernahm auf dem Feld Verantwortung. Wenige Minuten später tanzten die HSG-Spieler auf dem Feld, die Fans auf der Tribüne. „Wir sind froh, dass wir es geschafft haben“, sagt Goblirsch. „Das haben wir uns auch verdient.“

Nach einem durchwachsenen Saisonstart befand sich die HSG Isar-Loisach lange Zeit im Abstiegskampf. Mit starken Kontrahenten ließ sich dieser erst am letzten Spieltag entscheiden. „Wir haben uns weiterentwickelt und sind froh, dass wir da in der nächsten Saison anknüpfen dürfen“, sagt Goblirsch. Der Trainer selbst wird den Herren dann aber nicht mehr zur Verfügung stehen. Er wechselt in den Jugendbereich der HSG. Nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison und nun dem Klassenerhalt hätte es für ihn kaum einen schöneren Abschluss geben können.

Es spielten:

Im Tor: Jörg Aßmayr, Marcel Dinebier (1)

Im Feld: Sebastian Raviol (5), Markus Hohenreiter, Philip Teubert (3), Alexander Schmid (1), Florian Seemann (1), Moritz Herrmann, Jonas Schindler (4), Jonathan Knierim (1), Marco Reimann (7/4), Patrick Friedrich (1), Florian Bauer, Konstantin Seemann (2)