Einige Fans waren zum Derby nach Tölz gefahren. Sie sahen eine HSG, die kämpfte, aber den Punktgewinn aus dem Hinspiel nicht wiederholen konnte.

In den Schlussminuten behielt der TV Bad Tölz die Oberhand und setzte sich letztlich mit 25:24 (11:9) durch. Über das gesamte Spiel konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Die HSG Isar-Loisach hatte den Angriff der Tölzer um den gefährlichen Rückraumspieler Adrian Marcu über weite Strecken der Partie gut im Griff. Auch im Angriff gelang es, durch Kombinationen zu freien Torwürfen zu kommen. „Davon haben wir aber zu viele verworfen“, hadert HSG-Trainer Markus Goblirsch. „Wir hätten unsere Chancen besser nutzen müssen.“

Wir konnten unser Potenzial nicht abrufen

Mit dem Halbzeitpfiff und einem Sieben-Meter-Tor gingen die Gastgeber mit 11:9 in Führung. Nach Wiederanpfiff erhöhte der TV Bad Tölz auf 13:9. „Wir sind schlecht in die zweite Hälfte reingekommen“, sagt Goblirsch. Von da an konnte die HSG Isar-Loisach das Spiel nur noch ausgleichen, nicht aber in Führung gehen. Eine Stärkephase der Tölzer war eine Viertelstunde vor dem Ende beendet, die HSG kam durch den starken Rückraumspieler Philip Teubert auf 16:16 heran. Der Aufschwung wurde auch durch die lautstarken mitgereisten HSG-Fans getragen.

In einem weiter sehr engen und fair geführten Derby ging es auf die entscheidenden Schlussminuten zu. Mehrmals hatte die HSG Isar-Loisach die Möglichkeit zum Ausgleich oder gar zur Führung. Auch hier sorgten vergebenen Torchancen dafür, dass das Spiel nicht mehr kippte. Ein Siebenmeter für den TV Bad Tölz wenige Sekunden entschied die Partie, das 25:24 kurz darauf durch Außenspieler Frank Gromen kam zu spät. „Wir konnten nicht unser volles Potenzial abrufen“, sagt HSG-Trainer Goblirsch. „Das ist in einem Derby und im Abstiegskampf natürlich ärgerlich. Wir müssen die Partie jetzt aber abhaken.“

Nächste Woche empfängt die HSG Isar-Loisach den Spitzenreiter TuS Fürstenfeldbruck III. Anwurf in der Geretsrieder Sporthalle, Adalbert-Stifter-Straße 18, ist um 18 Uhr.

Es spielten:

Im Tor: Jörg Aßmayr, Bartosz Przbylak

Im Feld: Sebastian Raviol, Moritz Herrmann, Philip Teubert (7), Alexander Schmid (2), Florian Mehrkens (2), Jonathan Knierim, Jonas Schindler (3), Frank Gromen (2), Marco Reimann (6/4), Patrick Friedrich (1), Florian Bauer (1), Konstantin Seemann