Vorstand der HSG Isar-Loisach

Ein erfolgreiches erstes Jahr unter neuer Führung hat die HSG Isar-Loisach hinter sich. Bei der Jahresversammlung am Montagabend war Zeit für eine Analyse und für einen Vorausblick. Mit einem neuen Konzept will der Handballverein vorankommen.

Die anwesenden HSG-Mitglieder warteten in der Flößerei geduldig, bis der Höhepunkt des Abends über den Bildschirm flimmerte. Es lief der neue Imagefilm des Vereins (in Kürze auf der Webseite zu sehen). Geballte Fäuste, Jubel, trommelnde Fans – mit viel Emotionen wirbt die HSG für sich und um weiteren Zuspruch. Verstärkung kann der Verein für sein neues Konzept gut gebrauchen. Interessierte können sich dabei in allen möglichen Aufgabengebieten einbringen. HSG-Vorsitzender Dr. Peter Seemann erklärte: „Nur mit solchen Ideen können wir uns weiterentwickeln. Wir müssen uns auf eine breitere Basis stellen.“ Einige interessierte Helfer sind dem Aufruf bereits gefolgt. Wer sich in irgendeiner Form einbringen möchte, kann sich per Telefon (08171/997 39- 41) oder Email an den Verein wenden: richard.neumueller@hsg-il.de.

Bei der Mitgliederversammlung war es aber auch Zeit, auf ein erfolgreiches Jahr zurückzublicken. „Wir sind große Schritte vorangekommen“, lobte Seemann. Einige Projekte wurden umgesetzt, darunter das neue Vereinslogo, eine neue Webseite oder ein Saisonheft. Wie der Verein seine Heimspieltage organisierte, kam sogar bei der Konkurrenz gut an. Seemann: „Wir hatten bis zu 300 Leute in der Halle. Es gab eine sehr gute Rückmeldung von den anderen Vereinen.“

Tolle Spiele, Handball vom Allerfeinsten

Vor vollen Tribünen machten die HSG-Herren heuer auch den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt. „Mit viel Engagement“, merkte Seemann an, „habt ihr eine zehn Jahre lange Durststrecke beendet.“ Vor zehn Jahren stiegen die Herren das letzte Mal auf. Schmunzelnd gab der Vorsitzende den anwesenden Spielern aber einen Rat mit: „Ich hoffe, es ergeht euch nicht wie euren Vorgängern – die sind direkt wieder abgestiegen.“ Mit einem breiten Mannschaftskadern und Jugendspielern, die in den Senioren-Bereich stoßen, sei er aber zuversichtlich. Auch die A-Jugend legte mit Platz sechs eine sehr gute Bayernliga-Saison hin. „Tolle Spiele, Handball vom Allerfeinsten. Vor allem zuhause haben wir kaum was anbrennen lassen“, lobte Seemann.

Die Damen indes müssen noch abwarten, ob eine unglückliche Saison zum Abstieg führt. Die Spielgemeinschaft mit dem SV Pullach geht schon nach einer Saison wieder auseinander. „Das haben wir uns anders vorgestellt. Aber eine gewisse Hoffnung ist noch da.“ Noch nämlich darf die HSG hoffen – steigt keine Mannschaft aus der oberen Liga in die Bezirksoberliga ab, reicht der HSG Platz acht. Die abgelaufene Saison der Jugendteams lässt den Verein auf Verstärkung in der Zukunft hoffen. Schon in der nächste Runde sollen die weibliche A-Jugend und Damen eng zusammenarbeiten.

Alfred Barth, Vorstand des TSV Wolfratshausen, hob die Bedeutung der Nachwuchsarbeit hervor und fand für die HSG lobende Worte: „Eure Arbeit ist klasse, erste Sahne.“ Es werde immer schwieriger, sich in diesem Bereich gut aufzustellen. Der Gesamtverein, der TSV Wolfratshausen, kümmert sich um 900 Kinder und Jugendliche – da wünscht sich Barth mehr Unterstützung der Stadt Wolfratshausen. „Wir zahlen 20 000 Euro an Hallennutzungsgebühren.“ Er hofft darauf, dass die Stadt dem TSV Wolfratshausen entgegenkommt. „Das Geld könnten wir für die Nachwuchsarbeit gut gebrauchen – und da leistet der TSV eine tolle Arbeit.“

Schließlich fasste HSG-Vorsitzender Seemann fast genau ein Jahr, nachdem das neue Vorstandsteam der HSG Isar-Loisach seine Arbeit aufnahm, zusammen: „Ich bin begeistert, wie viele Leute was für die HSG auf die Beine stellen.“ Mit dem neuen Konzept soll es nun weiter voran gehen.