Die HSG Isar-Loisach hat das Abstiegsduell beim SC Weßling für sich entschieden. Der 31:24-Auswärtserfolg distanziert den Konkurrenten – doch es bleibt spannend.

Dass es im drittletzten Spiel der Saison für beide Aufsteiger um Alles ging, zeigte sich bereits vor der Partie. Sowohl der SC Weßling als auch die HSG Isar-Loisach mobilisierten ihre Anhänger. Schließlich galt es für die HSG, den – derzeit zum Klassenerhalt ausreichenden – Platz neun zu verteidigen. Der SC Weßling, ein Punkt und ein Platz dahinter, wollte die HSG mit einem Sieg überholen. Und so war die Stimmung auf den Rängen der Bedeutung der Partie durchaus würdig. „Es sind viele Fans mitgefahren und haben uns lautstark unterstützt“, sagt HSG-Trainer Markus Goblirsch. „Zeitweise war es wie ein Heimspiel – auch das hat uns getragen.“

Die Gäste erwischten einen guten Start in dieses wichtige Spiel. Erst beim 1:3 gelang den Hausherren der erste Treffer. Die HSG Isar-Loisach hielt den SC über 2:6 und 6:10 bis zur Halbzeit beim 12:15 auf Distanz. Vor allem am Anfang der ersten Halbzeit stellte die HSG Isar-Loisach eine Abwehr, die dem SC Weßling nur selten Lücken bot. Im weiteren Verlauf der Halbzeit ließ die Defensive etwas nach. „Das habe ich in der Halbzeitpause angesprochen und gesagt, dass wir da nicht nachlassen dürfen“, berichtet Goblirsch. Über die gesamte Partie aber boten Abwehr und Torhüter eine konzentrierte Leistung, die es den Weßlingern schwer machte, den Rückstand aufzuholen und in eine eigene Führung umzudrehen.

Einfach eine starke Teamleistung

Mit einem ebenfalls guten Start in die zweite Halbzeit brachte sich die HSG Isar-Loisach mit 15:21 in Führung. Das sorgte bei den eigenen Spielern für mehr Befreiung, während der SC Weßling mehr unter Druck geriet. Auf dem Platz war zu sehen, wie wichtig dieses Spiel für beide Kontrahenten ist. Die Schiedsrichter bewiesen mit einer ruhigen Führung aber ein Gespür für die Situation, auch die Spieler ließen sich zu keinen unbedachten Aktionen hinreißen. Die Partie wurde von beiden Seiten fair geführt. Mit zunehmender Spielzeit mussten die Gastgeber schneller abschließen, um den Rückstand aufzuholen. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, sagt HSG-Trainer Goblirsch.

Die HSG Isar-Loisach nutzte die Gelegenheit, wenn der SC einen schnellen Abschluss vergab. Die Gäste variierten zwischen Gegenkontern und ruhigem Aufbauspiel, um die Führung weiter auszubauen und den Auswärtssieg unter Dach und Fach zu bringen. Damit das gelingen konnte, war eine gute Leistung aller Spieler nötig. „Keiner stach besonders heraus“, sagt Goblirsch, „das war einfach eine starke Teamleistung.“ Zum Ende hin baute die HSG Isar-Loisach den Vorsprung auf sieben Tore aus und errang damit beim Konkurrenten gegen den Abstieg zwei wichtige Punkte.

Die HSG bleibt damit zwei Spiele vor Saisonende auf Platz neun. Bei derzeitigem Stand in der Bezirksoberliga – deren Anzahl der Absteiger bestimmt auch die Anzahl der Bezirksliga-Absteiger – reicht dieser Platz. „Wir wollen aber nicht rechnen“, sagt Goblirsch. „Wir wollen in den beiden Spielen so viele Punkte holen, wie möglich – dann können wir schauen, ob es reicht.“ Der SC Weßling liegt nun mit drei Punkten Rückstand am Tabellenende. Der TSV Alling hat sich mit einem Sieg nun auf Platz zehn geschoben und sitzt der HSG Isar-Loisach mit einem Punkt Rückstand im Nacken. Auch wenn den HSG-Spielern in Weßling ein wenig Belastung abfiel: Es bleibt weiter spannend.

Im letzten Heimspiel der Saison möchte die HSG punkten: Am Sonntag, 8. April, empfängt sie den drittplatzierten TSV Mindelheim. Anwurf in der Geretsrieder Sporthalle an der Adalbert-Stifter-Straße 18 ist um 18 Uhr.

Es spielten:

Im Tor: Jörg Aßmayr, Marcel Dinebier

Im Feld: Sebastian Raviol (5/1), Moritz Herrmann, Philip Teubert (7), Alexander Schmid, Florian Mehrkens, Fabian Siebel, Jonas Schindler (1), Frank Gromen, Marco Reimann (10/1), Patrick Friedrich (3), Florian Bauer, Konstantin Seemann (5)