In der Landesliga hängen die Trauben höher. Dies mussten die Mädchen der C-Jugend am Sonntag feststellen. In ihrer ersten Landesligapartie unterlag man in Herrsching mit 23:31.

Bereits ab der ersten Spielminute merkte man die körperliche Überlegenheit der Gastgeber vom Ammersee. Schnell zogen diese auf 3:1 davon, ehe das Konterspiel der HSG ausgepackt wurde. In der siebten Minute konnte dann erstmals die HSG mit 4:5 in Führung gehen. Dieses Polster hielt das junge Team bis zum 7:7 in der 13. Minute. Dann zogen wiederum die Herrschingerinnen das Tempo an. Bis zur Halbzeit glückte bei den HSGlerinnen nicht mehr viel, so dass man mit 10:14 in den Rückstand geriet. Kurz vor dem Pausenpfiff kam es dann zu einem Gegenstoß von Nora Freymann aus Herrsching. Dieser wurde von Janica Wrabel als letzte Frau auf dem Feld unterbunden. Hierbei fiel Nora Freymann auf die Schulter und verletzte sich. Auf diesem Wege möchten wir gute Besserung ins Herrschinger Lager senden. Nach kurzer Absprache der beiden Unparteiischen wurde die Abwehraktion mit einem Platzverweis für Janica Wrabel betraft. Mit hängenden Köpfen ging es dann in die Kabine.

„Solche Spiele kann man noch drehen – ein vier Tore Rückstand ist beim Handball garnichts“ stellte Trainer Stefan Kubalik sein Team in der Halbzeit ein. Forderte aber zeitgleich „ihr müsst jetzt an eure Grenzen gehen“.

In elf Minuten einen sieben Tore Rückstand aufgeholt

Der Start in der zweiten Halbzeit sprach allerdings dagegen. Drei Tore von der Herrschingerin Neele Osterhaus baute die Führung der Herrschingerinnen auf sieben Tore aus. Dann fingen sich die Ladies aus dem Isartal wieder und der Spielverlauf wurde ausgeglichener. Durch tolle Paraden von Schlussfrau Felicitas Hörl und mehrfachen einfachen Gegenstoßtoren wendete sich dann allmählich das Blatt. Tor um Tor holten die HSGlerinnen auf. In der 38. Minute erzielte Luisa Esch den Ausgleichstreffer zum 20:20.

„Eine ganz große Leistung von den Mädchen, innerhalb von 11 Minuten einen sieben Tore Rückstand aufzuholen schafft nicht jeder“ resümiert Pressesprecherin Nadine Ankershoffen.

Doch dieser Kraftakt bedeutete für die Mädchen auch schwindende Kräfte. Die letzten 10 Minuten ging sichtlich die Puste aus und die Gegnerinnen zogen auf 31:23 davon.

„Am Ende hat Herrsching sicherlich verdient gewonnen, bloß die Höhe spiegelt nicht den Spielverlauf wieder“ fasst Ankershoffen zusammen und schaut mit folgenden Worten in die Zukunft „Heute haben wir unsere Schwächen aufgezeigt bekommen, an denen wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen. Positiv ist allerdings der Kampfgeist in der Mannschaft“.

Es spielten: Felicitas Hörl (Tor), Esch Luisa (7), Imreskovic Mia (5), Esch Greta (4), Seemann Emily (4), Samm Annika (1), Feldmeier Isabell (1), Wrabel Janica (1), Prunn Lea, Rehmann Laura, Frings Gwen