Unbeeindruckt vom Lärm
HSG holt Punkt in Oberhausen

Als das 21:21-Unentschieden beim BSC Oberhausen feststand, versammelten sich die Frauen der HSG Isar-Loisach in der Kabine, reckten den Zeigefinger in die Höhe und strahlten in die Kamera. Botschaft des Fotos: Das 21:21 ist eindeutig ein Punktgewinn.
Die Vorzeichen standen schlecht: Sarah Imreskovic und Magdalena Binder standen aus schulischen Gründen ebenso wenig zur Verfügung wie die B-Juniorinnen, die kurz zuvor selbst ein Spiel bestritten hatten. Die verbliebenen sieben Stammspielerinnen und die reaktivierte Silke Voth schlugen sich trotzdem wacker, ließen sich weder vom großen Oberhauser Kader noch vom lautstarken Publikum beeindrucken.
In der Partie gab es etliche interessante Phasen. Beim Spielstand von 18:17 in der 42. Spielminute stellte der BSC-Trainer auf eine offensive Verteidigung um und brachte die HSG völlig aus dem Konzept. Neun Minuten lang fiel kein einziges Tor. Als HSG-Trainerin Silvia Klein eine Auszeit nahm, um ihrer Mannschaft neue Instruktionen zu geben, stellte der BSC-Coach wieder auf Defensive um. „Das war sehr gemein“, sagt Klein schmunzelnd.
Spannend auch die letzten zweieinhalb Minuten, in denen beiden Teams ebenfalls kein Treffer gelang. Dafür vergab Veronika Herrnböck eine hochkarätige Torchance, und Yvonne Goß parierte 80 Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter.
Zufrieden war Klein vor allem mit der hundertprozentigen Trefferquote vom Siebenmeter-Punkt und der auch generell hohen Treffsicherheit.
Weiter geht’s am Sonntag (18 Uhr, Hauptschule Geretsried) mit dem Heimspiel gegen den TSV Peißenberg.
HSG: T. Klein, Friedrich 2 (2/2), Voth, Goß, Frank 6 (1/1), Mikulla 5, M. Klein 5 (2/2), Herrnböck 3, Miricioiu