Die HSG Isar-Loisach siegt weiter: Gegen den Tabellendritten TSV Mindelheim gelingt ein 36:30-Heimerfolg. Es war die letzte Partie von Mittespieler Sebastian Raviol, der den Verein nach drei Saisons verlässt.

Vor und nach dem Spiel standen die Zeichen auf Abschied. „Du wirst uns sowohl als Spieler als auch als Mensch fehlen. Du hast viel im Verein mitgewirkt“, erklärte HSG-Vorstand Dr. Peter Seemann vor der Partie. Im Anschluss überreichte die Mannschaft das Trikot mit der Nummer zwei, mit dem Raviol in seine nun vierte Saison bei der HSG Isar-Loisach gegangen war. Der Spielmacher zieht aus beruflichen Gründen in seine badische Heimat zurück. Er dankte dem Verein und sprach von einer „HSG-Familie“. Zwischen den Abschiedsworten lag der Fokus auf einem wichtigen Spiel.

Die HSG Isar-Loisach empfing den Tabellendritten aus Mindelheim und wollte den Status als Tabellenführer untermauern. Die ersten fünf Minuten waren sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften schienen ihre Abwehrreihen noch nicht richtig justiert zu haben, schnell stand es 4:4. Dann kamen die Gastgeber besser ins Spiel und zogen auf 11:4 davon. Im Nachgang waren das die vorentscheidenden Spielminuten. Die Gäste aus Mindelheim schienen für einige Minuten komplett von der Rolle, ehe sie sich fangen konnten. Über das 17:10 kam die HSG zu einem beruhigenden 22:14-Halbzeitstand.

Wussten, dass wir den Schalter umlegen müssen

„Im Angriff haben wir alles richtig gemacht“, lobt HSG-Trainer Alexander Schmid. „Dafür sind 14 Gegentore in einer Halbzeit für uns zuviel.“ Schließlich baut die HSG Isar-Loisach auf einen starken Defensivverbund. Die Spielgemeinschaft aus Geretsried und Wolfratshausen gehört zu den Teams mit den wenigsten Gegentoren in der Liga. Doch die Abwehr war an diesem Tag nicht das Prunstück. In Hälfte zwei musste die HSG 16 Gegentore hinnehmen – deshalb wurden die Gäste auch nochmals gefährlich. Beim 31:20 eine Viertelstunde schien alles geklärt. Die Gastgeber konnten auf dem Feld auch neue Konstellationen testen.

Die Gäste allerdings hatten sich noch nicht aufgegeben und zogen an: Plötzlich stand es 33:29, noch waren über fünf Minuten zu spielen. „Wir wussten, dass wir den Schalter umlegen müssen“, sagt HSG-Trainer Markus Goblirsch. Zur Stelle war auch – wie in den meisten Spielen dieser Bezirksliga-Saison – Torhüter Jörg Aßmayr. Neben einigen wichtigen Paraden aus dem Spiel war er vor allem von der Sieben-Meter-Linie stark. Drei von vier Strafwürfen hielt Aßmayr – im Gegenzug traf die HSG Isar-Loisach neun ihrer zehn Versuche. Mit einem konzentrierten Schlussspurt sicherte sich die HSG Isar-Loisach den verdienten Sieg.

Mit sieben Siegen und einem Unentschieden geht es als Spitzenreiter in eine spielfreie Woche. „Das ist schön für die Manschaft“, freut sich Goblirsch. „Wir haben uns das verdient. Die Spieler sind heiß darauf, den erfolgreichen Start fortzuführen.“ Daher sei auch in der spielfreien Woche volle Konzentration im Training angesagt.

Es spielten:

Im Tor: Jörg Aßmayr

Im Feld: Sebastian Raviol (10/8), Markus Hohenreiter (2), Florian Seemann (3), Sebastian Siebel, Philip Teubert (6), Jonathan Knierim (1), Frank Gromen, Konstantin Seemann (2), Marco Reimann (11/1), Florian Bauer, Simon Herrmann (1)