Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga feierten die HSG-Herren heuer den Klassenerhalt. Trainer Markus „Gogo“ Goblirsch sagt, warum der Start nicht so gut lief, die Mannschaft aber die Kurve bekommen hat.

Erst der Aufstieg, jetzt der Klassenerhalt in einem spannenden Saisonfinale – welches Ereignis war schöner?

Goblirsch: Der Klassenerhalt. Der Aufstieg war für die Mannschaft vielleicht schöner zum Feiern – aber mit dem Klassenerhalt haben wir bewiesen, dass wir die Klasse für diese Liga haben. Die Mannschaft hat am Anfang noch Lehrgeld zahlen müssen, ist dann aber gewachsen. Wir haben den Aufstieg bestätigt und sind verdient drin geblieben.

Die Mannschaft fand nicht so recht hinein in die Saison. Woran lag das?

Goblirsch: Wir mussten uns an diese Liga gewöhnen. Das waren nicht nur die Kräfte. In der Bezirksklasse hatten wir oft nach 30, 35 Minuten schon gewonnen, viele Gegner hatten sich ihrem Schicksal ergeben. Das gab es dann in der Bezirksliga nicht mehr. Gegen Schongau hatten wir mit acht Toren geführt, aber am Ende mit zwei Toren verloren. Wir kamen in eine kleine Negativspirale. Nach einer Aussprache lief es dann. Wir waren einfach nicht gewohnt, 60 Minuten durchzukämpfen – das haben wir dann gelernt.

In den vergangenen Wochen ging es dann um jeden Punkt. Wie bist du, wie ist das Team mit dem Druck umgegangen?

Goblirsch: Ich habe versucht, Druck von der Mannschaft zu nehmen. Niemand wollte absteigen – aber zu viel Druck ist nicht gut. Das Team war immer intakt, das ist in solchen Phasen besonders wichtig. Grüppchenbildung gibt es bei uns nicht, da hat jeder jeden angefeuert.

Welche Saisonhöhepunkte gab es aus deiner Sicht als Trainer?

Goblirsch: Das waren für mich die überraschenden Siege. Beim Favoriten in Dietmannsried, unter der Woche an einem Mittwoch. Jeder ist mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren. Oder als wir mit einer Rumpftruppe nach Mindelheim gefahren sind und dort gewonnen, dabei 38 Tore geworfen haben. Das Rückspiel daheim haben wir in voller Halle mit zehn Toren gewonnen, die waren Dritter. Für mich war das das I-Tüpfelchen, das uns im Schlussspurt beflügelt hat.

Was zeichnet diese Mannschaft aus?

Goblirsch: Unsere Stärken sind die Schnelligkeit und das Umschaltspiel. Dafür hat uns sogar der Meister Fürstenfeldbruck III gratuliert. Sie haben gesagt, sie wurden in der ganzen Saison noch nicht so gefordert. So ein Lob nehmen wir natürlich gerne an.

Was ist nächste Saison drin für die HSG?

Goblirsch: Es ist wirklich alles drin. Mit einem Negativlauf ist man im Abstiegskampf, auch der Aufstieg kann aber ein Thema werden. Die Liga ist so eng beieinander. Außerdem gibt es vier zweite Mannschaften, die mit unberechenbaren Kadern antreten.